Urlaub machen mit oder ohne Hund?
In Deutschland leben laut Schätzungen derzeit mehr als 9,3 Mio. Hunde. Für viele Besitzer ist ihr Hund nicht mehr nur Haustier sondern gleichwohl Teil der Familie. Daher möchten immer mehr Hundebesitzer ihre Lieblinge mit in den Urlaub nehmen. Die Möglichkeiten gemeinsam mit dem Vierbeiner den Urlaub zu verbringen, sind schier endlos. Hundepensionen, Hotels und sogar Wellnessaufenthalte sind inzwischen sowohl im In- als auch im Ausland möglich.
Jedoch hängt die Mitnahme eines Hundes von einigen Faktoren ab, damit der Urlaub nicht zum Reinfall oder gar die Gesundheit des Hundes beeinträchtigt wird. In erster Linie ist das Alter eines Hundes zu beachten. Ein Welpe sollte nicht gleich in den ersten Monaten für längere Zeit einer neuen Lebenssituation ausgesetzt werden.
Auch bei einem älteren Tier sollte man größeren Reisestress vermeiden. Die Fahrt mit dem Auto oder der Bahn bedeuten enormen Stress für das Tier. Insbesondere Flugreisen können für einen Hund negative Folgen haben, denn größere Tiere können nur in der Gepäckabteilung transportiert werden. Auch die Fahrt- oder Flugzeit müssen Beachtung finden. Von Wichtigkeit ist das Urlaubsziel, denn ein verändertes Klima wird häufig vom Tier schlecht vertragen. Hier spielt natürlich auch die Rasse des Hundes eine Rolle.
Wer seinen Hund mit in den Urlaub nehmen möchte, findet die vielfältigsten Möglichkeiten im eigenen Land. Sowohl an Nord- und Ostsee als auch im Gebirge gibt es Möglichkeiten einen Urlaub mit seinem Liebling zu verbringen.
Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels gibt es in jedem Bundesland. Viele der Unterkünfte befinden sich inmitten der Natur und bieten Komfort und ein abwechslungsreiches Programm an. Die Preisspanne reicht vom kleinen Geldbeutel bis hin zum Luxusurlaub, bei dem der Vierbeiner etwa Massagen oder ein Luxusmenü erhält. Ein Beispiel für ein Hotel mit Hund ist das Pfötchenhotel Jade zwischen Wilhelmshafen und Oldenburg gelegen. Nicht nur die Zimmer sind hundefreundlich eingerichtet. Zum Hotel gehören auf den Hund abgestimmte Einrichtungen wie Hundefriseur, Tierarzt und Physiotherapie. Sogar ein Fitnessprogramm für den Vierbeiner ist im Hotel möglich und in der Nähe gibt es eine Hundeschule.
Wer einen Urlaub mit seinem Hund verbringen möchte, sollte vorher klären, welche Papiere für diesen notwendig sind. Auch im eigenen Land ist meist der Impfpass vorzulegen, um die letzte Tollwutimpfung überprüfen zu können. Wichtig ist in jedem Fall eine Hundehaftpflichtversicherung. Sie deckt alle Schäden ab, die der Vierbeiner möglicherweise verursacht. Dazu gehören sowohl Personenschäden als auch Beschädigungen in der gemieteten Unterbringung.
Wer seine Reise in Deutschland mit der Bahn statt mit dem Auto antreten möchte, sollte wissen, dass bei allen Bahnfahrten sowohl Leine als auch Maulkorb Pflicht sind. Kleine Hunde, die per Transportbox reisen, werden gratis befördert. Dabei darf die Box aber auf keinem Sitzplatz abgestellt werden. Größere Hunde zahlen 50% des Erwachsenenfahrpreises. Beachten sollte man, dass der Hund alle zwei bis drei Stunden Gassi geführt werden muss, und dass er regelmäßig Wasser erhält. Sollte die Bahnfahrt mehrere Stunden dauern, empfiehlt sich, wenn möglich, eine Nachtfahrt.
Wer mit seinem Tier einen entspannten Urlaub verbringen möchte, sollte nichts dem Zufall überlassen, sondern im Vorfeld alle wichtigen Fragen und Details klären. Nur so wird der Urlaub ein Erfolg werden.